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Die Diagnose Herzinsuffizienz wird gestellt, wenn typische Symptome und entsprechende objektive Befunde zusammentreffen.

 

 

Körperliche Untersuchung

 

Bereits bei der körperlichen Untersuchung können einige klinische Zeichen auf eine Herzinsuffizienz hinweisen. Dazu zählen die Halsvenenstauung, Rasselgeräusche über der Lunge, eine Herzvergrößerung (Kardiomegalie), ein 3. Herzton, Unterschenkelödeme, eine Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie), Pleuraergüsse, Nykturie und eine Pulsbeschleunigung.

 

Ultraschalldiagnostik

Wichtigstes Untersuchungsverfahren bei der Herzinsuffizienz ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie). Sie erlaubt eine schnelle und risikofreie Beurteilung der Herzmuskelfunktion, der Herzklappen und des Herzbeutels. So kann einerseits die Verdachtsdiagnose Herzinsuffizienz bestätigt oder ausgeschlossen werden und andererseits bereits wesentliche Ursachen festgestellt werden.

 

Röntgenuntersuchungen

Die Röntgenaufnahme des Brustkorbes bildet u. a. das Herz und die Lunge ab. Bei leichteren Formen der Herzinsuffizienz zeigt sie in der Regel noch einen normalen Befund, in fortgeschrittenen Fällen sind eine Herzvergrößerung und eine Erweiterung der Lungenvenen („Lungenstauung“) sichtbar.Um eine koronare Herzkrankheit als Ursache der Herzinsuffizienz feststellen oder ausschließen zu können, wird oft eine Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiografie durchgeführt. Dabei können die Druckverhältnisse im und am Herzen direkt gemessen und evtl. Verengungen der Herzkranzgefäße beurteilt werden.

 

Labordiagnostik

Üblicherweise werden Blutuntersuchungen nur benötigt, um bestimmte Ursachen und Komplikationen der Herzinsuffizienz (wie Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz oder Elektrolytstörungen) und mögliche Nebenwirkungen der Therapie erkennen zu können.

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts steht mit der Bestimmung der Plasmakonzentration des brain natriuretic peptide (BNP bzw. NTproBNP) ein Test zur Verfügung, der auch in der Alltagsroutine für die Diagnostik einer Herzinsuffizienz hilfreich sein kann. Je nach Ausmaß der Herzinsuffizienz sind die Werte mäßig bis stark erhöht, während niedrig normale BNP- oder NTproBNP-Spiegel bei einem unbehandelten Patienten eine Herzinsuffizienz weitgehend ausschließen.

Der Normbereich ist vom Alter und Geschlecht abhängig. Frauen haben aus bisher nicht eindeutig geklärten Gründen etwas höhere Werte. Grundsätzlich steigt das BNP im Alter bei beiden Geschlechtern an. Auch Neugeborene haben deutlich erhöhte Werte (Mir et al. Pediatrics 2003 Oct;112, 896–99). Im Kindesalter und in der Pubertät gelten ebenfalls andere Normbereiche (Mir et al. Pediatr Cardiol. 2006 Jan-Feb;27(1):73–7). Die Messung des BNP zur Differentialdiagnose und Verlaufskontrolle der Herzinsuffizienz ist inzwischen in die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Kinderkardiologie eingeflossen.

 

 

 

 Weitere Informationen finden Sie hier:

 

 

Diabetes News

 

 

 


 

News und aktuelle Informationen
zum Thema Herz-Kreislauferkrankungen
Schwerpunkt Herzinfarkt

 

 

Herzinfarkte Vorbeugung/ Prophylaxe: Dramatische Folgen für das Gesundheitswesen und für die einzelnen Betroffenen

Herzinfarkte gehören weltweit zu den häufigsten und gefährlichsten Krankheiten überhaupt. Die Bemühungen um eine Herzinfarkt-Vorbeugung /Prophylaxe ist daher sehr wichtig.

 

Herzinfarkt-Prophylaxe (Herzinfarkt-Vorbeugung):

In letzter Zeit haben zahlreiche qualitativ hochwertige wissenschaftliche Studien gezeigt, dass sich das Herz-Kreislaufrisiko mit vertretbarem Aufwand deutlich senken lässt.

Unter anderem wurde gut belegt, dass sich über eine gesunde Ernährung eine überraschend deutliche Risikominderung erreichen lässt: die traditionelle Mittelmeerdiät, regelmäßiger Fischkonsum und eine konsequent durchgeführte fettarme vegetarische Diät können Herzinfarkte wirksam verhindern. Durch die regelmäßige Einnahme eines Blutfettsenkers aus der Wirkstoff-Familie der Statine lässt sich das Herzrisiko bei bestimmten Patientengruppen ebenfalls  positiv beeinflussen. Statine sind für jene Patienten geeignet, die bereits einen Herzinfarkt hatten (sog. sekundäre Prophylaxe).
Zahlreiche Therapiestudien haben eindeutig belegt, dass die Senkung eines
erhöhten Blutdrucks das individuelle Herzinfarkt-Risiko nahezu normalisiert.

Einen geradezu revolutionären Ansatz für eine wirksame Bekämpfung des Herztodes präsentierten im Sommer 2003 britische Wissenschaftler: durch die Verordnung der aus verschiedenen Wirkstoffen zusammengesetzten "Polypill / Multipill" an alle  Männer über 55 kann das Sterberisiko aufgrund von Herzinfarkt und Schlaganfall wahrscheinlich um über 80% gesenkt werden. Dadurch ließen sich weltweit pro Jahr einige 100.000 Menschenleben retten.


 

 

 



NEUES AUS DER MEDIZIN




 

NEUES AUS DER MEDIZIN
Behandlung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) :
Die Herzmuskelschwäche wird in der breiten Öffentlichkeit in ihrer Bedeutung als "Volkskrankheit" stark unterschätzt. Ein praktisches Problem liegt derzeit noch darin begründet, dass Diagnose- und  Therapiefortschritte nur unvollständig und sehr langsam Einzug in die ärztliche Alltagspraxis nehmen. Viele Ärzte wenden noch Diagnose- und Therapieverfahren an, die längst nicht mehr zeitgemäß sind.
Aus diesem Grund hat das renommierte Fachblatt BMJ (British Medical Journal) kürzlich mehrere Artikel publiziert, die den mit Herzinsuffizienz befassten Ärzten Ratschläge in Form von Leitlinien an die Hand gibt, die eine optimierte Behandlung  ermöglichen. mehr

Quelle: Presse-Information Abstract Fachblatt   British Medical Journal

 

Cholesterin-Panik: mäßiger Eierkonsum erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko offenbar nicht. Bei besonders  gesundheitsbewussten Menschen gelten Eier schon seit langer Zeit als gefährliche "Cholesterin-Schleuder" und werden daher von diesen völlig aus der Diät verbannt. Dabei scheint es sich aber um eine übertriebene Schutz-Maßnahme zu handeln, die möglicherweise nur bei Zuckerkranken Sinn macht. mehr

Quelle: Abstract Fachblatt American Journal of Clinical Nutrition

 

Obst ist nicht durch Tabletten zu ersetzen: Multivitamin-Tabletten können eventuell sogar das Sterberisiko erhöhen: Antioxydatien wie die Vitamine A, Beta-Karotin, C , E und Selen werden weltweit von Millionen von Menschen in der Hoffnung eingenommen mit dieser Maßnahme ihre Gesundheit zu verbessern, bzw. ihr Leben zu verlängern. Jetzt bewies eine in Dänemark und Italien erarbeitete  Studie , dass diese weit verbreiteten Hoffnungen offenbar auf unbegründeten Vorurteilen basieren und somit nicht berechtigt sind.
Ganz im Gegenteil. 
mehr

Quelle: Abstract
und im Fachblatt Journal of the American Medical Association (JAMA)

 

Herzinfarkt Prophylaxe: Ist ASS (ASS= Azetylsalizylsäure) doch nicht für die Herzinfarkt-Vorbeugung geeignet? In den Jahren 2000-2003 erlitten in Finnland  33.309 Personen einem ersten Herzinfarkt. Jetzt zeigt eine wissenschaftliche Analyse dieser Patientengruppe, dass die Einnahme von Medikamenten, die wie das Aspirin  zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (= NSAR) gehören, wider Erwarten nicht vor Herzinfarkten schützt. mehr 
Quelle: Abstract European  Heart Journal

 

Jeder Kontakt zu Tabakrauch erhöht das Herzinfarktrisiko
Eine weltweit in 52 Ländern durchgeführte Studie erbrachte den Beweis dafür, daß jeder Kontakt mit Tabakrauch das Risiko für Herzinfarkte stark erhöht. Das gilt beispielsweise auch für die Nutzung von Wasserpfeifen sowie für Pa
ssivrauchen. Die Wissenschaftler konnten beweisen, daß das Herzinfarktrisiko direkt abhängig ist von der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten. mehr

Quelle: Presse-Information Fachblatt The Lancet

 




WERBUNG

 

Integrative Medizin und Herzinfarkt-Prophylaxe:
Biologischer Bypass - Hoffnung für Herz- und Gefäßkranke.
Neues Heilverfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP) lässt

 

 

mit Hilfe einer pulssynchron-  und druckluft-gesteuerten Spezialhose - ohne riskante Operation - biologische Bypässe wachsen.  Erkrankungen der Blutgefäße wie Arterienverkalkungen  gehören zu den häufigsten Zivilisationsleiden. Die Folgen sind Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Beinamputationen.
Ab sofort
wird das neue und nebenwirkungsarme Verfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP)  auch außerhalb der Berliner Uni-Klinik Charite im Schwarzwald MedicalResort Obertal angeboten. mehr

Quelle: Presse-Information Schwarzwald Medical Resort Obertal

Bild: Copyright MSD

 



 

 

Herzinfarkt Prophylaxe: Überlegungen zur Statistik in der Heart Protection Study (HPS) - Nachrechnen ist angezeigt !
von Dr. med. Karlheinz Bayer
 mehr

 

 

Herzinfarkt Prophylaxe und Statine: Zum Kosten-Nutzen-Verhältnis von Cholesterinsenkern in der kardialen Prävention und über den Umgang mit Zahlen in den großen Lipidstudien. 
von Dr. med. Karlheinz Bayer
mehr

 

 

Diskussionspapier zu  „a strategy to reduce cardiovascular disease by more than 80%“ aus dem BMJ vom 28.Juni 2003
von Dr. med. Karlheinz Bayer
  mehr 

 

 

Erster Herzstimulator mit von außen aufladbarem Akku implantiert
Den weltweit ersten Herstimulator mit einem Akku, der per Induktion von außen wieder aufladbar ist, haben die Ärzte der RUB-Klinik für Kardiologie in den BG-Kliniken Bergmannsheil am 24. März 2004 im Rahmen einer internationalen Studie implantiert. Die Patienten schlüpfen alle zwei Wochen für zwei Stunden in eine Ladejacke. Weitere Studienteilnehmer werden noch gesucht.
mehr

Quelle:  RUB-Klinik für Kardiologie in den BG-Kliniken Bergmannsheil

 


 

Die antioxydativ wirkenden Vitamine A und E können Herzerkrankungen doch nicht verhindern
Die angesehene Medizin-Fachzeitung The Lancet räumt jetzt mit einem weiteren weit verbreiteten Vorurteil auf, das besagte, dass die antioxydativ wirkenden Vitamine A und E die Entwicklung einer Arteriosklerose verlangsamen und so der Entstehung von Herzinfarkten vorbeugen.
mehr

Quelle: Presse-Information Fachblatt The Lancet

 

Herzinfarkt Vorbeugung: Eine aus verschiedenen Wirkstoffen zusammengesetzte "Polypill" bzw. "Multipill" könnte nach Meinung hochrangiger medizinischer Experten  die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle um über 80% vermindern.mehr
Quelle: Presse-Information Fachblatt British Medical Journal

 

 

 

 

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Seelische Belastungen bei Krebs
Was tun, um mit dieser Krisensituation fertig zu werden?

 

Krebspatienten und ihre Angehörigen leiden unter  kaum erträglichen seelischen Belastungen. Bisher ist wenig darüber bekannt, wie sie mit diesem Problem im Alltag umgehen. Um mehr über die geistig-seelischen Aspekte der Krankheitsbewältigung zu erfahren, wird nun an der Pädagogischen Hochschule Freiburg eine Studie durchgeführt, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die betroffenen Menschen ihrer Krebserkrankung umgehen und welche eigenen Möglichkeiten sie hierzu nutzen konnten. Als Grundlage für diese wichtige Studie dient ein online-Fragebogen.  KrebspatientInnen werden von der Autorin Anna-Katharina Burkhardt dazu ermutigt, diesen anonymisierten Fragebogen hier auszufüllen.

 

     
 


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