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zum Thema Herzinsuffizienz Diagnostik:

WIKIPEDIA zum
Thema Herzinsuffizienz
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Die Diagnose Herzinsuffizienz wird
gestellt, wenn typische Symptome und entsprechende
objektive Befunde zusammentreffen.
Körperliche Untersuchung
Bereits bei der
körperlichen Untersuchung
können einige
klinische Zeichen
auf eine Herzinsuffizienz hinweisen. Dazu zählen die
Halsvenenstauung,
Rasselgeräusche über der Lunge, eine Herzvergrößerung (Kardiomegalie),
ein 3. Herzton, Unterschenkelödeme, eine Vergrößerung der
Leber (Hepatomegalie),
Pleuraergüsse,
Nykturie
und eine Pulsbeschleunigung.
Ultraschalldiagnostik
Wichtigstes
Untersuchungsverfahren bei der Herzinsuffizienz ist die
Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie).
Sie erlaubt eine schnelle und risikofreie Beurteilung der
Herzmuskelfunktion, der Herzklappen und des Herzbeutels.
So kann einerseits die Verdachtsdiagnose Herzinsuffizienz
bestätigt oder ausgeschlossen werden und andererseits
bereits wesentliche Ursachen festgestellt werden.
Röntgenuntersuchungen
Die Röntgenaufnahme des Brustkorbes
bildet u. a. das Herz und die Lunge ab. Bei leichteren
Formen der Herzinsuffizienz zeigt sie in der Regel noch
einen normalen Befund, in fortgeschrittenen Fällen sind
eine Herzvergrößerung und eine Erweiterung der Lungenvenen
(„Lungenstauung“) sichtbar.
Um eine koronare
Herzkrankheit als Ursache der Herzinsuffizienz feststellen
oder ausschließen zu können, wird oft eine
Herzkatheteruntersuchung
mit Koronarangiografie durchgeführt. Dabei können die
Druckverhältnisse im und am Herzen direkt gemessen und
evtl. Verengungen der
Herzkranzgefäße
beurteilt werden.
Labordiagnostik
Üblicherweise
werden Blutuntersuchungen nur benötigt, um bestimmte
Ursachen und Komplikationen der Herzinsuffizienz (wie
Diabetes mellitus,
Niereninsuffizienz
oder
Elektrolytstörungen)
und mögliche Nebenwirkungen der Therapie erkennen zu
können.
Seit Anfang des 21.
Jahrhunderts steht mit der Bestimmung der
Plasmakonzentration des
brain natriuretic peptide
(BNP bzw. NTproBNP) ein Test zur Verfügung, der auch in
der Alltagsroutine für die Diagnostik einer
Herzinsuffizienz hilfreich sein kann. Je nach Ausmaß der
Herzinsuffizienz sind die Werte mäßig bis stark erhöht,
während niedrig normale BNP- oder NTproBNP-Spiegel bei
einem unbehandelten Patienten eine Herzinsuffizienz
weitgehend ausschließen.
Der Normbereich ist
vom Alter und Geschlecht abhängig. Frauen haben aus bisher
nicht eindeutig geklärten Gründen etwas höhere Werte.
Grundsätzlich steigt das BNP im Alter bei beiden
Geschlechtern an. Auch Neugeborene haben deutlich erhöhte
Werte (Mir et al. Pediatrics 2003 Oct;112, 896–99). Im
Kindesalter und in der Pubertät gelten ebenfalls andere
Normbereiche (Mir et al. Pediatr Cardiol. 2006
Jan-Feb;27(1):73–7).
Die Messung des BNP
zur Differentialdiagnose und Verlaufskontrolle der
Herzinsuffizienz ist inzwischen in die Leitlinien der
Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und
Kinderkardiologie eingeflossen.
NEWS
Das
Peptid NT-proBNP, das von den Herzmuskelzellen vor allem in
Folge von Dehnungsreizen und neurohumoraler Stimulierung synthetisiert
und in die Blutbahn sezerniert wird, ist ein eindeutiger Marker
für den Zustand von vitalem Myokardgewebe. Ab sofort steht
eine technisch ausgereifte moderne Labormethode für die klinische
Routine zur Verfügung.
Der
NT-proBNP Nachweis ist für Therapieentscheidungen und Prognostik
von Nutzen und könnte sich als ein Meilenstein in der kardiologischen
Diagnostik herausstellen.
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