HERZINSUFFIZIENZ DIAGNOSE
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.07.2010

 

 

 

      
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Die Diagnose Herzinsuffizienz wird gestellt, wenn typische Symptome und entsprechende objektive Befunde zusammentreffen.

Körperliche Untersuchung

Bereits bei der körperlichen Untersuchung können einige klinische Zeichen auf eine Herzinsuffizienz hinweisen. Dazu zählen die Halsvenenstauung, Rasselgeräusche über der Lunge, eine Herzvergrößerung (Kardiomegalie), ein 3. Herzton, Unterschenkelödeme, eine Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie), Pleuraergüsse, Nykturie und eine Pulsbeschleunigung.

 

Ultraschalldiagnostik

Wichtigstes Untersuchungsverfahren bei der Herzinsuffizienz ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie). Sie erlaubt eine schnelle und risikofreie Beurteilung der Herzmuskelfunktion, der Herzklappen und des Herzbeutels. So kann einerseits die Verdachtsdiagnose Herzinsuffizienz bestätigt oder ausgeschlossen werden und andererseits bereits wesentliche Ursachen festgestellt werden.

 

Röntgenuntersuchungen

Die Röntgenaufnahme des Brustkorbes bildet u. a. das Herz und die Lunge ab. Bei leichteren Formen der Herzinsuffizienz zeigt sie in der Regel noch einen normalen Befund, in fortgeschrittenen Fällen sind eine Herzvergrößerung und eine Erweiterung der Lungenvenen („Lungenstauung“) sichtbar.Um eine koronare Herzkrankheit als Ursache der Herzinsuffizienz feststellen oder ausschließen zu können, wird oft eine Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiografie durchgeführt. Dabei können die Druckverhältnisse im und am Herzen direkt gemessen und evtl. Verengungen der Herzkranzgefäße beurteilt werden.

 

Labordiagnostik

Üblicherweise werden Blutuntersuchungen nur benötigt, um bestimmte Ursachen und Komplikationen der Herzinsuffizienz (wie Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz oder Elektrolytstörungen) und mögliche Nebenwirkungen der Therapie erkennen zu können.

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts steht mit der Bestimmung der Plasmakonzentration des brain natriuretic peptide (BNP bzw. NTproBNP) ein Test zur Verfügung, der auch in der Alltagsroutine für die Diagnostik einer Herzinsuffizienz hilfreich sein kann. Je nach Ausmaß der Herzinsuffizienz sind die Werte mäßig bis stark erhöht, während niedrig normale BNP- oder NTproBNP-Spiegel bei einem unbehandelten Patienten eine Herzinsuffizienz weitgehend ausschließen.

Der Normbereich ist vom Alter und Geschlecht abhängig. Frauen haben aus bisher nicht eindeutig geklärten Gründen etwas höhere Werte. Grundsätzlich steigt das BNP im Alter bei beiden Geschlechtern an. Auch Neugeborene haben deutlich erhöhte Werte (Mir et al. Pediatrics 2003 Oct;112, 896–99). Im Kindesalter und in der Pubertät gelten ebenfalls andere Normbereiche (Mir et al. Pediatr Cardiol. 2006 Jan-Feb;27(1):73–7). Die Messung des BNP zur Differentialdiagnose und Verlaufskontrolle der Herzinsuffizienz ist inzwischen in die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Kinderkardiologie eingeflossen.

 

 

   

                          Weitere Informationen finden Sie hier:

 

 
Hypertonie-Therapie
 
Kardiologie aktuell
 
Herzinsuffizienz-Therapie
 
Herzinsuffizienz-Diagnose
 
Herzschrittmacher-Therapie
 
Diabetes News

 

 

 

 

 

Aktuelle Informationen zum Thema
Herzmuskelschwäche

 

 

Quelle: Presse-Information Abstract eines im  Fachblatt   British Medical Journal veröffentlichten Artikels

Neues aus der Medizin
Behandlung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) :
Die Herzmuskelschwäche wird in der breiten Öffentlichkeit in ihrer Bedeutung als "Volkskrankheit" stark unterschätzt. Ein praktisches Problem liegt derzeit noch darin begründet, dass Diagnose- und  Therapiefortschritte nur unvollständig und sehr langsam Einzug in die ärztliche Alltagspraxis nehmen. Viele Ärzte wenden noch Diagnose- und Therapieverfahren an, die längst nicht mehr zeitgemäß sind.
Aus diesem Grund hat das renommierte Fachblatt BMJ (British Medical Journal) kürzlich mehrere Artikel publiziert, die den mit Herzinsuffizienz befassten Ärzten Ratschläge in Form von Leitlinien an die Hand gibt, die eine optimierte Behandlung  ermöglichen. mehr

 


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Das
Peptid NT-proBNP, das von den Herzmuskelzellen vor allem in Folge von Dehnungsreizen und neurohumoraler Stimulierung synthetisiert und in die Blutbahn sezerniert wird, ist ein eindeutiger Marker für den Zustand von vitalem Myokardgewebe. Ab sofort steht eine technisch ausgereifte moderne Labormethode für die klinische Routine zur Verfügung.
Der NT-proBNP Nachweis ist für Therapieentscheidungen und Prognostik von Nutzen und könnte sich als ein Meilenstein in der kardiologischen Diagnostik herausstellen. mehr

 

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I
ntegrative Medizin: Biologischer Bypass - Hoffnung für Herz- und Gefäßkranke. Neues Heilverfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP) lässt ohne riskante Operation biologische Bypässe wachsen.  Erkrankungen der Blutgefäße wie Arterienverkalkungen  gehören zu den häufigsten Zivilisationsleiden. Die Folgen sind Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Beinamputationen. Ab sofort wird das neue und nebenwirkungsarme Verfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP)  auch außerhalb der Berliner Uni-Klinik Charite angeboten. mehr
Quelle: Presse-Information Schwarzwald Medical Resort Obertal

Bild: Copyright MSD

 

 

Neues aus der Medizin
Cholesterin-Panik:
mäßiger Eierkonsum erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko offenbar nicht. Bei besonders  gesundheitsbewussten Menschen gelten Eier schon seit langer Zeit als gefährliche "Cholesterin-Schleuder" und werden daher von diesen völlig aus der Diät verbannt. Dabei scheint es sich aber um eine übertriebene Schutz-Maßnahme zu handeln, die möglicherweise nur bei Zuckerkranken Sinn macht. mehr

 

Neues aus der Medizin
Obst ist nicht durch Tabletten zu ersetzen: Multivitamin-Tabletten können eventuell sogar das Sterberisiko erhöhen: Antioxydatien wie die Vitamine A, Beta-Karotin, C , E und Selen werden weltweit von Millionen von Menschen in der Hoffnung eingenommen mit dieser Maßnahme ihre Gesundheit zu verbessern, bzw. ihr Leben zu verlängern. Jetzt bewies eine in Dänemark und Italien erarbeitete und im Fachblatt Journal of the American Medical Association (JAMA) publizierte Studie , dass diese weit verbreiteten Hoffnungen offenbar auf unbegründeten Vorurteilen basieren und somit nicht berechtigt sind. Ganz im Gegenteil. 
mehr

 

Neues aus der Medizin
Herzinfarkt Prophylaxe: Ist ASS (ASS= Azetylsalizylsäure) doch nicht für die Herzinfarkt-Vorbeugung geeignet? In den Jahren 2000-2003 erlitten in Finnland  33.309 Personen einem ersten Herzinfarkt. Jetzt zeigt eine wissenschaftliche Analyse dieser Patientengruppe, dass die Einnahme von Medikamenten, die wie das Aspirin  zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (= NSAR) gehören, wider Erwarten nicht vor Herzinfarkten schützt
.
mehr

 

Neues aus der Medizin
Jeder Kontakt zu Tabakrauch erhöht das Herzinfarktrisiko

Eine weltweit in 52 Ländern durchgeführte Studie erbrachte den Beweis dafür, daß jeder Kontakt mit Tabakrauch das Risiko für Herzinfarkte stark erhöht. Das gilt beispielsweise auch für die Nutzung von Wasserpfeifen sowie für Pa
ssivrauchen. Die Wissenschaftler konnten beweisen, daß das Herzinfarktrisiko direkt abhängig ist von der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten. mehr

Quelle: The Lancet

 

Streitpunkt
Herzinfarkt Prophylaxe:
Überlegungen zur Statistik in der Heart Protection Study (HPS) - Nachrechnen ist angezeigt !
von Dr. med. Karlheinz Bayer
 mehr

 

Streitpunkt
Herzinfarkt Prophylaxe und Statine: Zum Kosten-Nutzen-Verhältnis von Cholesterinsenkern in der kardialen Prävention und über den Umgang mit Zahlen in den großen Lipidstudien. 
von Dr. med. Karlheinz Bayer
mehr

 

Streitpunkt
Diskussionspapier zu  „a strategy to reduce cardiovascular disease by more than 80%“ aus dem BMJ vom 28.Juni 2003
von Dr. med. Karlheinz Bayer
  mehr 

 

Neues aus der Medizin
Erster Herzstimulator mit von außen aufladbarem Akku implantiert
Den weltweit ersten Herstimulator mit einem Akku, der per Induktion von außen wieder aufladbar ist, haben die Ärzte der RUB-Klinik für Kardiologie in den BG-Kliniken Bergmannsheil am 24. März 2004 im Rahmen einer internationalen Studie implantiert. Die Patienten schlüpfen alle zwei Wochen für zwei Stunden in eine Ladejacke. Weitere Studienteilnehmer werden noch gesucht.
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Wie finde ich die beste für mich geeignete Klinik

Wer akut einen Herzinfarkt erleidet, sieht sich oft mit der Frage konfrontiert „Wie finde ich die beste für mich geeignete Klinik?“.  Die Antwort fällt nicht leicht, da es in Deutschland keine offiziellen Leistungsvergleiche gibt, die sich leicht praktisch nutzen lassen.  Das ärztliche Standesrecht verbietet viele Formen der Werbung und verhindert so jegliche Transparenz. Das im Spiegel Verlag erscheinende manager magazin hat daher eine online Datenbank der besten Kliniken zusammengestellt, die für die Behandlung der genannten Krankheitsgruppen besonders gut geeignet sind.

Die detaillierte Analyse und weitere Hintergründe zu der Exklusiv-Studie wurde im manager magazin (Ausgabe 2/2003 und Ausgabe 3/2003) veröffentlicht. Über 200 kardiologische, kardiochirurgische und onkologische Abteilungen, wurden von Betriebsärzten und Patienten-Organisationen, von neutralen Experten und Forschungsinstitutionen, von anderen Studien und einer privaten Krankenversicherung empfohlen.

Für alle genannten Kliniken - so das manager magazin - gilt: Sie bieten exzellente Medizin, ihre Betreuung genießt - auch unter Patienten - den besten Ruf.
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Neues aus der Medizin
Die antioxydativ wirkenden Vitamine A und E
können Herzerkrankungen doch nicht verhindern
Die angesehene Medizin-Fachzeitung The Lancet räumt jetzt mit einem weiteren weit verbreiteten Vorurteil auf, das besagte, dass die antioxydativ wirkenden Vitamine A und E die Entwicklung einer Arteriosklerose verlangsamen und so der Entstehung von Herzinfarkten vorbeugen.
mehr

 

Neues aus der Medizin
Herzinfarkt Vorbeugung: Eine aus verschiedenen Wirkstoffen zusammengesetzte "Polypill" bzw. "Multipill" könnte nach Meinung hochrangiger medizinischer Experten  die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle um über 80% vermindern.
mehr

 


 

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EKG-Telemetrie  auf www.ekg-telemetrie.de.vu



 

 


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ÄRZTE FÜR TIERE e. V. verfolgt zwei grundsätzliche Ziele:
den politischen Tierschutz und die Förderung
tiergestützter Therapieformen. mehr

Mit der neuen Website StARS (Stray Animal Rights Society) engagiert
sich Ärzte für Tiere e.V. für die bisher schutzlosen Straßentiere
und fordert die umgehende Verabschiedung eines
europaweit geltenden Tierschutzgesetzes. mehr


 

 

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